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E - Egoismus


Wenn man sich für den Weg der Solomutterschaft entscheidet, begegnet man früher oder später dem meist verbreiteten Vorurteil: Frauen, die sich dafür entschieden haben, alleine eine Familie zu gründen, sind egoistisch. Doch ist nicht jeder Kinderwunsch erstmal egoistisch?

Solomütter die sich für ein Kind per Samenspende entschieden haben denken dabei nur an sich, heißt es. Aber tut das nicht jede*r mit einem Kinderwunsch?

„Das arme Kind, welches ohne Vater aufwachst."

„Die männliche Bezugsperson fehlt doch dann.“


Es ist nicht fair Kindern mit Vorurteilen zu begegnen und das Allerwichtigste in einer Solomutterschaft ist und bleibt die frühzeitige und kindgerechte Aufklärung über die Herkunft. Solomütter nehmen die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder alleine auf sich und setzen sich dafür ein, ihnen ein liebevolles und unterstützendes Umfeld zu bieten.

Dass der Weg zur Solomutterschaft meist keine leichte Entscheidung war bzw. ist, wird völlig außer Acht gelassen. Niemand kennt die gesamte Geschichte hinter der Solomutterschaft und sollte deshalb auch nicht verurteilen. Vielleicht hat sie bereits viele Jahre nach dem Menschen Ausschau gehalten, mit welchen Sie sich hätte eine Familie vorstellen könnte? Vielleicht liegen Traumata hinter ihr, die sie davon abhalten in eine Partnerschaft zu gehen?


Zeugt es am Ende nicht von Stärke, sich für den Weg der Solomutterschaft zu entscheiden und sich seine Wünsche zu erfüllen auch ohne Partner*in?


Wir finden es ungerecht, alleinstehenden Frauen den Kinderwunsch abzusprechen oder als weniger wert zu bezeichnen, als das bei Menschen in einer Partnerschaft getan wird. Es besteht nämlich einfach kein Unterschied wenn es um den Kinderwunsch an sich geht.

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